26 Jahre ADAC… das war’s!

Bin ich ein spontaner Aussteiger? Habe ich wegen der Schlagzeilen in 2014, die der ADAC in 2014 hervorgebracht hat, meine Mitgliedschaft gekündigt?

Nein! Nur war dies der Tropfen auf den heißen Stein.

Mein Frust begann schon 2008, dem Jahr, in dem ich 20 Jahre Mitglied beim ADAC war, bis dahin ohne jeglichen Nutzen der Mitgliedschaft – außer natürlich der ADAC Vereinszeitung. Ein teurer Spaß für ein Zeitungsabonnement… Aber, man war immer über die neuesten Errungenschaften bei den Treppenliften informiert.

Das Jahr verging und irgendwie hatte ich gehofft, dass ein Dankesschreiben, oder noch lieber, ein kleines Dankeschön in meinem Briefkasten landet. Selbst bei meinem Bergfreunde Verein mit 150 Mitgliedern gab es nach 10 Jahren Mitgliedschaft eine Uhr. Der Frust verging, bis dann im Frühjahr 2009 der erste richtige Hammer zuschlug.

Mein Kollege Steffen aus Magdeburg hatte mit seinem Auto mehrmals einen Stillstand, woraufhin der ADAC geholfen hatte, inkl. 7 Tage Leihwagen. Da dachte ich noch für mich, OK, doch eine gute Wahl, wenn es denn wirklich mal brennt.

Dann, im späten Winter 2009 (vielleicht war es März), wir wollten Skifahren gehen. Ich hatte einen Skoda Oktavia Kombi. Also richtig groß für die komplette Ausrüstung und jede Menge Lebensmittel und sonstiges Gepäck, um nach Österreich zu fahren. Temperaturen lagen um den Gefrierpunkt, Tendenz sinkend und Schnee war angesagt. Alles super.

Am Vorabend des Urlaubes schnell  noch ein paar Getränke in Weinstadt einkaufen, als kurz vor dem Lebensmittelmarkt die rote Motorlampe angeht! So ein Mist. Die 200m bis zur Tankstelle sind wir noch gefahren, dann Karre abgestellt. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, macht ja nix, wir sind ja im ADAC.

Nach einer guten Stunde kam dann auch ein fleißiger, sehr eifriger Helfer. Der hat dann auf dem Parkplatz der Tankstelle zwei Stunden in unserem Motorraum verbracht und so ziemlich alles zerlegt, was es zu zerlegen gab. Wir waren schon ziemlich unruhig, aber in dem Wissen, im dümmsten Fall einen Leihwagen zu erhalten, konnten wir uns irgendie warm halten.

Ja, warmhalten, das war dann auch am Tag darauf angesagt. Der gute Mann vom ADAC hatte uns einen defekten Schlauch der Heizungsanlage entfernt und irgendeinen Kreislauf überbrückt.
Auto funktioniert wieder… nur die Heizung leider nicht mehr.
Sein Kommentar: Er habe ja das Auto wieder flott bekommen. Einen Ersatzwagen hätten wir aber eh nicht bekommen, da wir nicht weiter als 15km von zuhause stehen geblieben waren.

Das war nun ein ziemlicher Schlag unterhalb der Gürtellinie. Warum ich nicht am gleichen Tag aus dem Verein ausgetreten bin, weis ich eigentlich heute noch nicht. Immerhin kostete mich das Abo der Clubzeitung inzwischen 108,- EUR/Jahr. Da ist selbst der Playboy günstiger, und da gibt es mehr fürs Geld.

Im Februar 2014 habe ich dann gekündigt. Einziger lapidarer Kommentar war ein Floskeltext: WIr bedauern ihren Entschluß, bla bla bla. Kein Dankeschön, kein einziger Versuch, mich in  einem persönlichen Schreiben von meinem Entschluß abzuhalten oder die Gründe für meinen Entschluß zu erfragen. Aber das passte ja zu dem Image, welches sich der ADAC inzwischen aufgebaut hatte.

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem ADAC gemacht?

 

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