Naturkalender im Hochformat?

Meinen neuesten Kalender „Karwendel – Hinterriss-Eng“ habe ich  in hochformat produziert.
Zunächst einmal ist die menschliche natürliche Sichtweise quer ausgelegt, und zwar ziemlich breitwandig. Nicht umsonst hat die Filmindustrie ein Breites Kinoformat von 20:10, bzw. für das Fernsehen wurde im Laufe der letzten Jahre die Produktion von 4:3 auf inzwischen 16:9 umgestellt.Dies garantiert Freude am Sehen und ist weitestgehend ermüdungsfrei. Wenn man am Fernseher einschläft, liegt das wohl eher am Inhalt der Produktion als an den Bildern.

Bei der Recherche zu meinem Projekt habe ich dann festgestellt, dass ein Kollege und Fotograf dieselbe Gegend in Österreich bereist hat und einige Wochen vor mir einen Kalender veröffentlicht hat mit ganz ähnlichen Fotos.

Erst war der Frust groß. Dann habe ich mal weiter recherchiert und meinen Bildbestand gesichtet. Aus Gewohnheit oder um interessante Ansichten zu erhalten, fotografiere ich oft ein und dasselbe Motiv meistens in beiden Formaten, einmal quer-, einmal hochformat. Und hierbei habe ich dann speziell bei dieser Reise festgestellt, dass meine Hochfomatbilder sehr viel interessanter rüber kommen.

Ein weiterer Aspekt hat sich aus einer Recherche der veröffentlichten Naturkalender ergeben.
Sucht man bei CALVENDO in der Eingrenzung nach „Kalender querformat“, wirft die Ergebnisliste 135 Seiten á 18 Kalendern aus. Ohne weitere Eingrenzung nach Region oder sonstigen Kennzeichen.
Dieselbe Suche nach „Kalender Hochformat“ ergibt gerade mal 35 Seiten, also ungefähr 20% der Gesamtanzahl an Naturkalendern.

Aufgrund der ungewohnten Sichtweise auf hochformatige Naturkalender und der prozentualen geringeren Verbreitung stand dann fest, den in Hochformat zu publizieren.
Ich bin mal gespannt, wie sich die Vermarktung entwickelt.

Wie gefallen euch hochformatige Naturfotos?
Ich freue mich auf einen Kommentar.

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